Das wars … keine Zeit mehr zum Bloggen.
Juni 27, 2009

DIESER BLOG WIRD LEIDER voraussichtlich ERST MAL NICHT MEHR GEPFLEGT.

hier entsteht meine Website:

http://amonbarth.wordpress.com/

April 13, 2009

„if putting a dead possum on to the front step of the coffee shop because they close early on easter is wrong, i don’t want to be right.“

von @webcomicartist  auf  Twitter.com

Es lebe der Kaffee !

April 13, 2009

März 15, 2009

coffee-poster

„Mein Werk stützt sich auf die vollständige Akzeptanz des Begriffs der modernen Subjektivität wie sie von den großen deutschen Idealisten von Kant bis Hegel ausgearbeitet wurde: für mich bildet diese Tradition den unhintergehbaren Horizont unserer philosophischen Erfahrung, und der Kern meines gesamten Werks ist das Bemühen, Lacan als ein ausgezeichnetes intellektuelles Werkzeug zu benutzen, um den deutschen Idealismus zu reaktualisieren. Aus meiner Sicht stellt die gefeierte potmoderne Entwurzelung der Subjektivität eher die Unfähigkeit dar, den wahrhaft traumatischen Kern des modernen Subjekts anzuerkennen.“

Zitiert in „Jaques Lacan“ von Kai Hammermeister ; Slavoi Zizek in einer von ihm verfassten Einführung zu einem „Zizek Reader“

.

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[Encarta (deutscher Idealismus) : "...War der kritische Idealismus auf das Auffinden des Geltungsgrundes endlicher Erkenntnis gerichtet, so wollte der deutsche Idealismus darüber hinausgehend den Geltungsgrund absoluter Erkenntnis und damit das Absolute selbst offenlegen (Erkenntnistheorie)..."  //

Wikipedia (deutscher Idelaismus) : "...Die Hauptmerkmale des Deutschen Idealismus sind die Behauptung der Existenz geistiger Entitäten (Wesenheiten), einer von den Vorstellungen denkender Subjekte nicht unabhängig existierenden Außenwelt und die Überzeugung von der Begründbarkeit des menschlichen Handelns aus Vernunftprinzipien...Zu den wesentlichen Problemstellungen des Deutschen Idealismus gehören die Fragen nach dem Wesen und der Leistungsfähigkeit der menschlichen Vernunft und ihrem Verhältnis zum Absoluten. Auf diesem Felde zeigt sich besonders deutlich die Wende von einem kritischen zu einem spekulativen Idealismus...

<<Die wahre Gestalt, in welcher die Wahrheit existiert, kann allein das wissenschaftliche System derselben sein. Daran mitzuarbeiten, daß die Philosophie der Form der Wissenschaft näherkomme – dem Ziele, ihren Namen der Liebe zum Wissen ablegen zu können und wirkliches Wissen zu sein –, ist es, was ich mir vorgesetzt.>>      -   Hegel                  ... " ]

„Was uns am Leben erhält, ist die Ahnung von etwas, was sich uns auf immer entzieht. „

Nach Lacan

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!    Gestern war Slavoj Zizek im hamburger Kino Abaton zu Gast ! Den alten Haudegen mal endlich live gesehen zu haben war großartig. Leider zur Zeit keine Zeit darüber irgendetwas essentielles zu schreiben … oder die Audioaufzeichnung die ich mit meinem Dikthiergerät von der Diskussion gemacht habe … noch mal anzuhören …. hätte große Lust diese auzuwerten und hier etwas darüber zu posten … doch die Arbeit für die „Schule“ geht vor …. nur so viel auf meine  Frage antwortete er unter anderem mit : „Does the Dalai Lama don`t know that people don`t want to be happy?!!“ …ich liebe diesen Mann ! :-)

http://www.thepervertsguide.com/

„Das Spiegelstadium ist weit davon entfernt, nur ein Ereignis zu sein, das in der Entwicklung des Kindes erfolgt. Es illustriert die konfliktreiche Natur der dualen Beziehung.“ Lacan

•••

„Lots of things. He’s very well respected. That jewel thief movie, for example. The point is that this is a very odd thing, supernatural, for lack of a better word. It raises all sorts of philosophical questions about the nature of self, about the existence of the soul. Am I me? Is Malkovich Malkovich? Was the Buddha right, is duality an illusion? Do you see what a can of worms this portal is? I don’t think I can go on living my life as I have lived it. There’s only one thing to do. Let’s get married right away. „

John Cusack: Craig Schwartz as Craig Schwartz  in Being John Malkovich

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Zur Zeit zu wenig Zeit für weitgehendes zu Zizek, Freud und Lacan … nur so viel …

auf : „http://www.onmeda.de/lexika/persoenlichkeiten/freud.html“  findet sich ein schöner kurzer Text über Freud, der nicht aus der Wikipedia kopiert wurde … auch wenn dieser Blog vielleicht suggeriert , dass ich Ahnung von Freud hätte, so ist das nicht der Fall ( er dokumentiert vielmehr den Prozess der Beschäftigung mit Freud und co ! ) – ich habe den nun folgenden Text neugierig und mit Freud  ähh Freude gelesen … bitte jetzt aber nichts erwarten , was um Klassen besser als Wikipedia ist …VIEL SPAß und FREUD !

3087124Sigmund Freud

(Stand: 26. April 2007)
Psychoanalytiker, Neurologe

* 06. Mai 1856 in Freiberg (heute: Tschechische Republik)

† 23. September 1939 in London

Sigmund Freud – der „Vater der Psychoanalyse“ – machte auf sich aufmerksam durch seine Erforschungen der sexuellen Geheimnisse anderer und seine Theorien, dass das menschliche Verhalten entscheidend durch sexuelle Kräfte geprägt wird. Als Hauptantrieb sah er die Libido (Lust, Begierde, Geschlechtstrieb), der er später den „Todestrieb“ als Antagonisten zur Seite stellte. Dazwischen stehen die „Verdrängung“, das „Unbewusste“, das „Ich“ und „Über-Ich“ sowie die „Neurosen“.

Freuds eigentlicher Wunsch war es zunächst, Politiker zu werden. Erst später entschied er sich für die Medizin. Schon während seiner Assistenzzeit am Physiologischen Institut der Universität Wien begann er mit Forschungen zur Funktionsweise des Nervensystems, die seine spätere Laufbahn – das Studium nervöser Erkrankungen und deren Heilung – bestimmten. Dabei kam Freud mit Kokain in Berührung, das der Apotheker Albert Niemann (1834-1861) im Jahr 1858 entdeckt und 1860 erstmals hergestellt hatte. Freud sah darin ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Depressionen, zur allgemeinen Leistungssteigerung und zur Entwöhnung beim Morphinismus. Als er Anfang 1884 an sich selber dessen narkotisierende Wirkung und die Wirkung auf die Schleimhäute entdeckte, sah der Ophtalmologe Carl Koller (1857-1944), der zu Freuds Freundeskreis gehörte, im Kokain eine Möglichkeit der Anästhesierung des Auges. Er griff Freuds Beobachtungen auf und es gelang ihm, mit wenigen Tropfen Kokain am Auge eine vollkommene Anästhesie zu erzeugen. Nach erfolgreichen Operationen am grauen Star unter Lokalanästhesie führte er es Ende 1884 in die Augenheilkunde ein.

Während seiner Studienaufenthalte in Paris und Nancy begann sich Freuds Interesse vollkommen auf Erkrankungen ohne organischen Befund zu richten, die damals – wenn überhaupt – im Wesentlichen durch Pharmaka, Suggestion und Hypnose behandelt wurden. 1886 eröffnete er in Wien eine Privatpraxis und spezialisierte sich auf Störungen des Nervensystems. Freud sammelte einen Kreis von Schülern um sich, von denen viele angesehene Wissenschaftler wurden, wie beispielsweise Alfred Adler, Helene Deutsch, Sándor Ferenczi, Ernest Jones und Carl Gustav Jung. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden 1933 auch Freuds Werke als „jüdische Pornographie“ verbrannt, und er selbst musste 1938 nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich nach London flüchten. Dort starb Sigmund Freud 15 Monate später an den Folgen eines Gaumen- und Kieferkarzinoms.

Der psychologische Faktor bei wissenschaftlichen Ideen wurde zwar schon von griechischen Philosophen und Ärzten in Erwägung gezogen, es war jedoch Freud, der als Erster das Konzept des Unbewussten aufstellte und systematisch ausarbeitete. In Freuds Haupttheorie sind seelische Störungen ins Unterbewusste verdrängte Vorstellungen, Ängste und Wünsche. Nach dieser Erkenntnis ist es möglich, psychologische Störungen durch Bewusstmachung und Befreiung zu behandeln.

Und noch mal Anna Freud

März 2, 2009

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Anna ist die Jüngste der sechsköpfigen Kinderschar der Familie Freud. Vom Nesthäkchen entwickelt sie sich zur Mitarbeiterin und Vertrauten des berühmten Vaters. Sie wird Volkschullehrerin, doch ihr Hauptinteresse gilt der Psychoanalyse. Anna Freud absolviert eine Lehranalyse bei ihrem Vater und ist dann selbst als Psychoanalytikerin tätig. In ihren psychoanalytischen Arbeiten konzentriert sie sich vor allem auf Kinder.

Sie wird zur Begründerin der Kinderanalyse, verfaßt die heute als Klassikerinnen geltenden Bücher Einführung in die Technik der Kinderanalyse (1927) und Einführung in die Psychoanalyse für Pädagogen (1930). Manche bezeichnen Das Ich und die Abwehrmechanismen (1936) als ihr eigentliches Hauptwerk.

(Quelle: http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/anna-freud/ )

(Quelle: Sigmund FreudMuseum Wien ; http://www.freud-museum.at/d/index.html )

1856 – 1858 Sigismund Freud wird am 6. Mai in Freiberg, Mähren (Tschechien) geboren.
1859 – 1865 Die Familie Freud zieht 1860 nach Wien.
1866 – 1872 Beginn der Freundschaft mit Eduard Silberstein.
1873 – 1875 Freud macht 1873 seine Matura und beginnt sein Studium an der Universität Wien.
1876 – 1880 Freud studiert unter Claus und Brücke.
1881 – 1882 Freud promoviert 1881 zum Doktor der Medizin.
1882 – 1883 Er beginnt unter Theodor Meynert an der Psychiatrischen Klinik zu arbeiten.
1884 – 1885 Beschäftigung mit Kokain.
1886 Heirat mit Martha Bernays.
1887 – 1888 Freud beschäftigt sich mit dem therapeutischen Einsatz von Hypnose.
1889 – 1890 Beginn der Freundschaft mit Wilhelm Fließ.
1891 – 1892 Umzug in die Berggasse 19
1893 – 1894 Freud arbeitet zusammen mit Josef Breuer an den „Studien über Hysterie“.
1895 Zum ersten Mal gelingt es ihm, einen eigenen Traum zu analysieren.
1896 Freud verwendet zum ersten Mal den Begriff „Psychoanalyse“.
1897 Beginn der „Selbstanalyse“.
1898 Publikation von „Zum psychischen Mechanismus der Vergeßlichkeit“
1899-1900 Die ersten Exemplare der auf 1900 vordatierten „Traumdeutung“ erscheinen.
1901 Freud beginnt die Analyse der 18jährigen Dora.
1902 Gründung der psychologischen Mittwochsgesellschaft
1903 Wilhelm Fließ und Freud treffen sich zum letzten Mal in Wien.
1904 Gemeinsam mit seinem Bruder Alexander reist er zum ersten Mal nach Athen.
1905 Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten, und Bruchstück einer Hysterie-Analyse (Dora) erscheinen.
1906 C.G. Jung beginnt seine Korrespondenz mit Freud.
1907 Veröffentlichung von „Der Wahn und die Träume in W. Jensens ‘Gradiva’“.
1908 In Salzburg findet der 1. Kongreß für „Freudsche Psychologie“ statt.
1909 Reise nach Amerika.
1910 Gründung der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung.
1911 Alfred Adler tritt aus der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung aus.
1912 Gründung der psychoanalytischen Zeitschrift „Imago“.
1913 Bruch mit C.G.Jung.
1914 Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
1915 Besuch von Rainer Maria Rilke.
1916 Der erste Teil der „Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse“ erscheint.
1917 Georg Groddeck schließt sich der psychoanalytischen Bewegung an.
1918 Freud verliert sein gesamtes, in österreichischen Staatspapieren angelegtes Vermögen.
1919 Gründung des Internationalen Psychoanalytischen Verlags.
1920 Gründung des „International Journal of Psycho Analysis“.
1921 André Breton besucht Freud in Wien.
1922 Freud arbeitet an seiner Schrift „Eine Teufelsneurose aus dem 16. Jahrhundert“.
1923 Erste Zeichen eines Mundhöhlenkrebses werden bei Freud entdeckt.
1924 Konflikt mit Otto Rank über die Bedeutung des Geburtstraumas in der Psychoanalyse.
1925 Die ersten Bände der „Gesammelten Schriften“ Freuds erscheinen.
1926 Zu seinem 70. Geburtstag erfährt Freud zahlreiche Ehrungen.
1927 Ein von Freud mitunterzeichneter Wahlaufruf für die Sozialdemokraten Wiens erscheint in der „Arbeiter Zeitung“.
1928 Freud bekommt von Dorothy Burlingham eine chinesische Chow Chow Hündin namens Lin Yug (Lün) geschenkt.
1929 Arnold Zweig veröffentlicht einen Essay mit dem Titel „Freud und der Mensch“, worin er Freud als Befreier von religiösem und pathologischem Terror feiert.
1930 Ein Herzanfall zwingt Freud, das Rauchen einzustellen.
1931 Die finanzielle Situation des Internationalen Psychoanalytischen Verlags spitzt sich zu. Freud sendet einen Rettungsaufruf an die psychoanalytischen Organisationen.
1932 Sándor Ferenczi lehnt das Amt des Präsidenten der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung ab, da er in vielen Punkten der psychoanalytischen Theorie nicht mehr mit Freud übereinstimmt.Hitler wird Reichskanzler.
Freud korrespondiert mit Einstein über die Frage „Warum Krieg?“
1934 In Luzern findet der 13.Internationale Psychoanalytische Kongreß statt. zahlreiche deutsche Analytiker hatten zu diesem Zeitpunkt bereits den Weg in die Emigration antreten müssen.
1935 Freud wird zum Ehrenmitglied der British Royal society of Medicine gewählt.
1936 Thomas Mann hält im Konzerthaus die Festrede „Freud und die Zukunft“.
1937 Anna Freud eröffnet gemeinsam mit Dorothy Burlingham am Rudolfsplatz die „Jackson Nursery“, einen Kindergarten für Kleinkinder, in dem sie ihre Studien über Aspekte kindlichen Eßverhaltens beginnt.
1938 Der österreichische Kanzler Schuschnigg wird von Hitler zum Rücktritt gezwungen. Schuschnigg verspricht, daß dem am 12.März einrückenden deutschen Heer kein Widerstand geleistet wird. Am 13. März wird das „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ verkündet.
Eine Welle von politischen Verhaftungen und antisemitischen Verfolgungsaktionen bricht los. Freuds Wohnung und die Wiener Psychoanalytische Vereinigung wird durchsucht. Anna Freud wird einen Tag lang von der Gestapo festgehalten und verhört.
1939 Am 23. September stirbt Freud in London.
Der letzte Eintrag in Freuds Tagebuch stammt vom 25. August und lautet: „Kriegspanik“.

Arte bringts!

Zizek und New-Age

Wenn Slavoj Zizek  “asiatisches New-Age -Denken“ als ziemlich  typisch für die art von Menschen, deren Sein sich  im Angesicht der perfiden Auswüchse des  Kapatalismus zwar mit Unbehagen anfüllt doch die  auch nicht in der Lage sind ihre stillschweigende Zustimmung zum gesellschaftlichen Marktliberalismus praktisch anzuzweifeln ,  bezeichnet  , so empfinde ich spontan Zustimmung.

Ich selbst erkenne mich in gewisser Weise in dieser Haltung wieder.

Ja (Westlicher -New-Age-)Buddhismus macht den Alltag eines, sich im hysterischen Netz der kapitalistischen „Verarschungsmentalität“ gefangen sehenden, Menschens tatsächlich erträglicher … da er es   „uns erlaubt, uns auszuklinken und unseren inneren Frieden und unsere Gelassenheit zu wahren“  (zitat aus dem weiter unten zitierten Text; nur der Begriff ausklinken ist hier etwas diskussionswürdig).

Ich würde sagen man könnte meine Altersgenoßen in drei Kategorien einteilen …

1.  die Radikalen , die jegliche Sympathie für das herrschende/geltende System verloren haben …

2. die Skeptisch(-ironisch, -kritsich, -religiös) Distanzierten und angepaßten und

3.  die vollkommen Angepaßten die sich noch nicht mal die leiseste Frage stellen ob  eine Gesellschaft mit hinrweichspühlender Waschmittelwerbung, Marktmanipulation, Karrieregeilheit, Massentierhaltung,   Bildzeitung und Konsumwahn etc. etc. wirklich gut ist .

Ich behaupte, dass ein wenig asiatisches Denken (über den Begriff  New Age wäre zu diskutieren) in der eben besagten 2. Kategorie durchaus sehr verbreitet ist und,  dass sogar Christiliche Werte und Vorstellungen gar nicht so „out“ sind wie sie manchmal in meiner Generation zu sein scheinen.  Da es für die Menschen der 2. Kategorie unmöglich ist sich  mit der Gesellschaft als Ganzes zu identifizieren (genauso wenig ist es ihnen möglich sie vollkommen abzulehnen)   ist es für viele wichtig ein ethisch reineres, inneres Reservoir anzulegen. Der schöne goldene Buddha aus dem Osten und eine Philosophie der Ruhe, des Friedens und der Kontemplation kommt  da natürlich gelegen. Es sei auch Angemerkt, dass für viele  das „links sein“  ebenso eine Form dieses inneren Reservoirs darstellt, dass es uns möglich macht, das eingene Sein als sinnvoll und einer höheren Idee folgend , wahrzunehmen.

Ich frage mich aber , wie es genau gemeint ist,  wenn Zizek den westlichen Buddhismus „als die perfekte ideologische Ergänzung zur Dynamik des Kapitalismus.“ nennt bzw. genauer gesagt frage ich mich was er damit impliziert :

A) Fällt er in altes marxistisches Denken zurück und sieht den westlichen Buddhismus als „das Opium fürs Volk“ … impliziert er, dass wir, die wir dem asiatischen New-Age-Denken verfallen sind, uns effizient gegen die perversen Markt und Herrschaftsstrukturen zur wehr (gewaltlos) setzen könnten wenn wir uns nicht immer wieder  mit Hilfe unserer Weltfluchtmeditationen in einen pseudereligiösen Zustand versetzen würden der uns davon abhält revolutionär aktiv zu werden ?

B) Oder ist seine Implikation gar nicht die klassisch marxistische? Möchte er vielleicht viel mehr ausdrücken , dass er selbst nichts anderes tun kann als an der kapitalistischen Dynamik teilzunehmen, hält er es in letzter Konsequenz für die einzig richtige Möglichkeit mit „gekreuzten Fingern “ am Kapitalismus teilzuhaben ?

Ich glaube es wäre ein Fehler Zizek auf eine dieser Möglichkeiten, auf A oder B  zu begrenzen .

Wie in Zizeks „Magnus Opus“ Parallaxe deutlich wird, ist es typisch für ihn das Spannungsfeld zwischen Gegensatzpaaren, vor allen Dingen zwischen Ideologischen oder Erkenntnistheoretischen Ansätzen auszuloten …

Sagt er wirklich : Los hört auf wie HinduKühe vor euch hinzugrinsen und „auf zu den Waffen“ (sei es mit Feder oder Schwert) , stürzt den kapitalistischen Wahnsinn  ?  Nein !

Zizek ist nicht überzeugt davon, dass es möglich wäre den globalen Kapitalismus einfach so zu überwinden. Er ist niemand der davon träumt die Massen zu mobilisieren und aufzurütteln, sodass sie die Herrschaftsstrukturen stürzen und die Revolution praktizieren. Zizek ist ein Reformmarxist (denke ich …) .

Aber sagt er denn dann : Ja, das ist prima , indem wir mit Hilfe von (New-Age-)Buddhismus uns vom kapitalistischen Mordor  lossagen halten wir unser Herz rein ohne dafür auf die kleinen Annehmlichkeiten dieses Mordors verzichten zu müßen …  ja los, weiter so !? Nein !

Natürlich hat die Formulierung „mit gekreuzten Fingern“ etwas polemisches, kritsiches und abwertendes , er hält es nicht für richtig das Unbehagen im Angesicht der praktizierten  (Kriegs-, Werbe- , Konsum-) Kultur einfach nach innen hin in Buddha aufzulösen und nach außen hin totzuschweigen !  Zizek ist erklärter Marxist nur glaubt er nicht mehr an die Durchsetzungsfähigkeit seiner Ideologie … woran er aber glaubt , ist die Möglichkeit durch Erkenntnis von Diskursstrukturen sich diese positiv zu Nutzen zu machen … und ja … die politische Situation zu ändern ohne einen radikalen  Systemwechsel …

Um wirklich herauszustellen was Zizeks genauer Standpunkt hierzu ist kenne ich sein Denken bei weitem nicht gut genug aber ich kann meinen Standpunkt dazu auf den Punkt bringen.

Ich glaube es kann eine große  Bereicherrung darstellen durch östliche Philosphie zu Ruhe und einem Gefühl der Sinnhaftigkeit gelangt  zu sein, ganz gleich ob man politisches Interesse besitzt oder nicht.

Jedoch besteht die Gefahr als „westlicher Buddhist“ das Politische als vollkommen belanglos abzutun und sich in die buddhistische Parallelwelt zu flüchten. Vorbilder wie der Dalai Lama raten aber übrigens von diesem Weg ab und ermuntern ihre Anhänger und Bewunderer zu politischem Engagament (jaa das war Schleichwerbung…)

Es besteht aber auch die Möglichkeit, ganz anders als die marxistische Opium fürs Volk Theorie es besagt , dass der Buddhismus, die Asiatische Philosophie oder auch das New-Age-Denken zum Motor wird.  Gerade weil im Zusammenhang mit (authentischem) buddhitischen Denken die Ethik im eigenen Denken zunehmend eine größere Rolle spielen wird, kann dieser Hang zum Ehtischen sich auch in einem Politischen Handeln oder im Vermeiden von gewissen schädlichen  Handlungen niederschlagen.

Davon bin ich überzeugt , immerhin habe ich schon lange keinem Kleinkind mehr seinen Schnuller weggenommen. ;-)

Robert John legt  Zizeks Gedanken dar :

Die „ultimative postmoderne Ironie“ bestehe in einer Gleichzeitigkeit der „ökonomischen Infrastruktur“ des Kapitalismus und der „ideologischen Metastruktur“ des „asiatischen“ New-Age-Denkens, das sich als „vorherrschende Ideologie des globalen Kapitalismus“ etabliere.Die Ironie besteht laut Zizek nun darin, dass sich der „westliche Buddhismus“ einerseits „als das Heilmittel gegen die nervenaufreibende Spannung der kapitalistischen Dynamik“ präsentiere, „das es uns erlaubt, uns auszuklinken und unseren inneren Frieden und unsere Gelassenheit zu wahren“. Andererseits funktioniere er allerdings „als die perfekte ideologische Ergänzung zur Dynamik des Kapitalismus.“"Die ‘westlich-buddhistische’ meditative Einstellung ist die für uns wohl effizienteste Methode, vollständig an der kapitalistischen Dynamik teilzunehmen und gleichzeitig den Anschein geistiger Gesundheit zu wahren. (…) Kein Wunder also, dass ein so gearteter Buddhismus als perfekte ideologische Ergänzung zum heutigen virtuellen Kapitalismus dienen kann, denn er erlaubt es uns, mit einer inneren Distanz, sozusagen mit gekreuzten Fingern, an ihm teilzuhaben.“

(Quelle : http://www.pickings.de/tiki-index.php?page=Slavoj+Zizek  )

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André Breton : Manifest des Surrealismus (1924)

Auszug:
[...] Wir leben noch unter der Herrschaft der Logik — darauf wollte ich allerdings hinaus. Aber die logischen Methoden unserer Zeit werden nur noch auf die Lösung von Problemen zweiter Ordnung angewendet. Der absolute Rationalismus, der noch in Gebrauch ist, erlaubt lediglich die Berücksichtigung von Fakten, die eng mit unserer Erfahrung verknüpft sind. Die logischen Zwecke hingegen entgehen uns. Unnötig hinzuzufügen, daß auch der Erfahrung Grenzen gesteckt wurden. Sie windet sich in einem Käfig, aus dem sie entweichen zu lassen immer schwieriger wird. Auch sie stützt sich auf die unmittelbare Nützlichkeit, auch sie wird vom gesunden Menschenverstand bewacht. Unter dem Vorwand der Zivilisation, des Fortschritts, gelang es schließlich, alles aus dem Geist zu verbannen, was mit Recht oder Unrecht als Aberglaube, als Hirngespinst gilt, jede Art der Wahrheitssuche zu verurteilen, die nicht der herkömmlichen entspricht. Vor kurzem ist — scheinbar durch den größten aller Zufälle — ein Teil der geistigen Welt wieder ans Licht gehoben worden, meines Erachtens der weitaus wichtigste, um den sich zu bekümmern man nicht mehr für nötig befand. Freuds Entdeckungen gebührt unser Dank.
(Quelle : http://www.kunstzitate.de/bildendekunst/manifeste/surrealismus.htm)

Online zu lesen : 6 teilige ZEIT-Serie „Die ganze Welt der Seele“ Eine Reise mit Sigmund Freud durch die Kulturen und Kontinente

(der Link führt auf eine Seite von ZEIT-Online, dort gibt es die 6teilige Serie sowie andere Texte zum Thema Freud und Psychoanalyse ! )

http://www.zeit.de/themen/wissen/wissenschaft/psychoanalyse/index

Auszug:

„Freud entdeckte ich als Achtzehnjähriger. Aufgewachsen in der Provinz, war ich nach Ahmadabad gekommen, um in dieser großen Stadt, die eng mit Gandhi und dem indischen Unabhängigkeitskampf verbunden war, mein Ingenieurstudium aufzunehmen…

In Kamlas großer Bibliothek stieß ich auf Freuds Traumdeutung und die Psychopathologie des Alltagslebens und machte die ersten Schritte in die westliche Gedankenwelt. Ich kann nicht behaupten, dass ich alles verstand, was ich so begierig verschlang. Doch ich spürte, dass ich von meinen indischen Vorstellungen mit all ihren romantischen Mythen und göttlichen Wundern sanft zu einer radikalen Weltanschauung geführt wurde, in der, wenn man nur genau genug hinschaute, alle Götter auf tönernen Füßen standen. Erst jetzt, mit zunehmendem Alter, und obwohl ich Freuds ironischer Lebensbetrachtung noch immer treu bin, sehe ich den Handel, auf den ich mich in meiner Jugend einließ, mit wachsender Distanz. “

Freuds Hunde & Freuds Anna

Februar 28, 2009

Freud mit seiner Tochter Anna

Anna Freud wurde von ihrem Vater zur geistigen Erbin der Psychoanalyse gemacht. Er vermittelte ihr so viel von seinem Wissen wie möglich und lies sie sogar , entgegen den von Freud selbst aufgestellten „Regel“, dass der Analytiker  nie gleichzeitig  Freund oder Verwandter sein sollte,  die  Lehranalyse   bei ihm selbst absolvieren.

Ich erinnere mich mal von einem Traum gelesen zu haben, in dem  Anna Freud träumte sie sei die Prinzessin an dem Hof ihres Vaters … Freud selbst analysierte ihren Traum und unter anderem bestätigte er ihre Selbstwahrnehmung im Traum von sich als Prinzessin, denn ihm war vollkommen bewusst, dass er seine Anna zur Kronprinzessin der Psychoanalyse machte. ( gerade vergeblich nachder genauen Quelle für diese Anekdote gesucht

…also ohne Gewähr ;-) )

Später wurde Anna Freud sie vor allen Dingen durch ihre Arbeiten auf dem gebiet der Kinderpsychoanalyse bekannt.

freud-und-anna-wandern

Freud mit seinen Hunden

„Jenseits von Dichtkunst und Metapher
spielten Hunde in Freuds Leben eine große Rolle, wobei Witz und Ernst eng
zusammenlagen: vor allem als Vermittler in der Beziehung zu seiner jüngs-
ten Tochter Anna
.“

(Quelle: Familie Freud und ihre Hunde www.werkblatt.at/archiv/33_molnar.pdf)

freuds-hunde

Zizek in Hamburg !

Februar 27, 2009

„The Pervert’s Guide to Cinema“ – Premiere mit Philosoph  !

Am 5.3. sind Slavoj Žižek und die Regisseurin Sophie Fiennes zu Gast.

The Pervert’s Guide to Cinema
Regie Sophie Fiennes mit Slavoj Žižek
USA 2006, 100 + 50 Min., engl. O.m.U., ab 16
Premiere mit Gästen am 5.3. um 19.00
(Teil I+II 19.00 + Gespräch, Teil III 22.30 + Einf.)

ABATON HAMBURG ! http://www.abaton.de/

abaton-2009-02-27-21-15-14

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Was heißt „Spiegelstadium“?

Das Spiegelstadium ist im Denken Lacans ein entscheidender Begriff, es bezeichnet die Entwicklungsphase von Kleinkindern in der sie, im Alter von 6 bis 18 Monaten, zum ersten mal dazu in der Lage sind , ihr eigenes Spiegelbild zu erkennen.
Auf dIeser Erkenntnis, die ursprünglich von einem Psychologen Namens James Mark Baldwin, stammt, gründete Lacan seine vom Spiegelstadium ausgehende Theorie zum Selbstbewusstsein.
Diese zählt heute zu seinen einflussreichsten Konzeptionen, eröffnet sie nämlich nicht nur den Zugang zum Verständnis entscheidender Schritte in der Entwicklung von Kleinkindern, sondern ermöglicht darüber hinaus auch eine Beschäftigung mit dem menschlichen Selbstbewusstsein im allgemeinen und den Mechanismen der Identifikation im speziellen.

Ein kleines Kind , der Sprache noch nicht fähig, läuft auf einen Spiegel zu , bleibt davor stehen, gluckst voller Freude , vollführt die sogenannte „jubilatorische Geste“, das heißt es freut sich und jubelt, und kann sich oftmals für eine lange Zeit nicht von diesem, seinem, Spiegelbild losreißen.
Lacan bemerkt in diesem Zusammenhang ironisch, dass das Kind im Gegensatz zum Schimpansen (dieser Punkt ist übrigens inzwischen nicht mehr so einfach > http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegeltest ), der sich nach einem kurzen Blick schnell wieder abwenden, den Fehler machen würde, das Spiegelbild mit sich selbst zu verwechseln.
Der Schimpanse erkennt, dass das Bild dort nur ein Bild und nicht er selbst ist, das Kind macht den Fehler zu glauben, dass das was es dort sieht, wirklich und im tiefsten Sinne, es selbst ist.

Der Moment der Identifikation des Kleinkindes mit dem Spiegelbild ist von großer Bedeutung, denn er strukturiert das Selbstbewusstsein entscheidend.
Wie nimmt ein Kleinkind sich wahr ? Es weiß sich eben noch nicht als Ganzheit, als ganzen Körper , sondern es sieht immer nur Stücke von sich selbst… einen Arm , vielleicht dazu ein Bein , oder beide Beine … nie aber hat es Zugriff auf ein Bild, welches all diese, von der jeweiligen Blickrichtung abhängigen Teilansichten und damit zerstückelten Fragmente des eigenen Körpers zu einer Ganzheit erhebt.

In dem Moment in dem also das Kind sich in dem Bild da im Spiegel erkennt, erfährt es sich zum ersten mal als „Orthopädische Ganzheit“ .
Das Spiegelstadium begründet das Verhältnis zwischen Innen und Aussenwelt. Vor dem Spiegelstadium hat das Kind nicht wirklich unterschieden zwischen z.B. der Brust der Mutter und der eigenen Hand oder dem eingen Bein, alles war einfach da und nicht getrennt in Innen/Außen Selbst/Andere(s).
Durch den Anblick des Spiegelbildes ensteht eine narzistische Bindung an dieses und in gewisser Weise ein Ausschließen von allem was nicht diesem angebeteten Bild entspricht.

Es ist wichtig die Ambivalenz dieser Erfahrung zu betonen: Auf der einen Seite ist sie wichtig und hilfreich für das Kind , doch gleichsam ist die Erfahrung der eigenen Ganzheit eben nur ein Phantasma und der Mensch gewöhnt sich in dieser Phase daran , das Phantasma für wahr zu halten, er gewöhnt sich daran wirklich zu glauben, dass es „er selbst “ ist den er im Spiegel sieht.

Es ist also auch eine wahnhafte Identität die sich durch das Spiegelstadium konstituiert.
Sie besitzt von vorn herrein Elemente von Verfremdung, denn sie ist nicht permanent und somit unwirklich; sobald das Kind sich vom Spiegelbild abwenden muß, fällt es wieder zurück in den Zustand in dem es ihm an der eben noch erfahrenen Ganzheit wieder mangelt !
Ausgehend von den Erfahrungen im Spiegelstadium kann man sich das Bestreben eines Menschen als jene Kraft vorstellen, die zeit seines Lebens versucht, den im Anblick des Spiegelbildes (ansatzweise) erfahrenen Zustand der Ganzheit komplett und dauerhaft wiederherzustellen. Der Mensch begehrt so, angetrieben von den Verheißungen des Imaginären etwas Unmögliches (vgl. Libido und Begehren) .

Lacan vergleicht auch das Spiegelbild mit jenen Laufhilfen die es den Kindern ermöglichen, obwohl sie eigentlich noch nicht stehen können, aufrecht durchs Zimmer zu laufen; denn auch das Spiegelbild gibt dem Kind eine Illusion von etwas, was es eigentlich noch nicht besitzt, nämlich Kontrolle und Erfahrung der orthopädischen Ganzheit.

An dieser Stelle wäre es interessant zu Fragen ob diese orthopädische Ganzheit nicht immer nur eine Illusion des Imaginären bleibt? Ist das was ein Erwachsener im Spiegel erfährt nicht genauso ein Trugbild einer Orthopädischen Ganzheit die er nicht besitzt und nie wird besitzen können ?

So ist das Spiegelstadium zweierlei, erstens eine zeitlich relativ genau eingrenzbare besondere Phase in der Entwicklung eines Kleinkindes und zweitens ein grundsätzliches, immer wiederkehrendes, Moment .

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(Critchley’s Violent Thoughts About Slavoj Zizek )

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Simon Critchley wurde von Zizek intellektuell angegriffen und hat daraufhin ein Gegenangriffs-Essay verfasst … LINK ZU CRITCHLEYS GEGENANGRIFF   (sehr amüsant geschrieben , echt lesenswert)

( WIKI: Simon Critchley ist ein englischer Philosoph. Seine Hauptinteressen sind Kontinentalphilosophie, Ethik und Politik, die Beziehung zwischen Philosophie und Dichtung und das Wesen des Humors. Er beschäftigt sich unter anderem mit Heidegger, Freud, Derrida, Blanchot und Lacan.)

Zizek schreibt in diesem Zusammenhang  :

Resistance is Surrender

From Slavoj Žižek

My critics make the following claims (Letters, 13 December 2007 and 3 January): 1. that my message to the left is that there is no chance of overcoming capitalism; all we can do is to ‘sit at home and watch the barbarity on television’; 2. that I advocate modest realistic demands rather than the pursuit of big impossible goals; 3. that in dismissing the Western democratic left, I support power-mad dictators like Chávez. That such mutually exclusive positions have been read into the same short text shows that I touched a nerve.

It is truly weird that David Graeber thinks my ‘real message’ is that ‘intellectuals have always been, and always must be, whores to power.’ On the contrary, isn’t it the advocates of resistance from the interstices of power, such as Simon Critchley, who claim that direct engagement with power turns intellectuals into whores? In my view, the withdrawal to such a safe moralising position is the highest form of corruption.

My opinion is that the left is not able to offer a true alternative to global capitalism. Yes, it is true that ‘capitalism will not be around for ever’ (it is the advocates of the new politics of resistance who think that capitalism and the democratic state are here to stay); it will not be able to cope with the antagonisms it produces. But there is a gap between this negative insight and a basic positive vision. I do not think that today’s candidates – the anti-globalisation movement etc – do the job.

So what are we to do? Everything possible (and impossible), just with a proper dose of modesty, avoiding moralising self-satisfaction. I am aware that when the left builds a protest movement, one should not measure its success by the degree to which its specific demands are met: more important than achieving the immediate target is the raising of critical awareness and finding new ways to organise. However, I don’t think this holds for protests against the war in Iraq, which fitted all too smoothly the space allotted to ‘democratic protests’ by the hegemonic state and ideological order. Which is why they did not, even minimally, scare those in power. Afterwards, both government and protesters felt smug, as if each side had succeeded in making its point.

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(http://xylem.aegean.gr/~modestos/mo.blog/?feed=atom)

http://daily.greencine.com/archives/001847.html    - Netter Kommentar zu Zizek und seinem Buch „Parallaxe“

Zizek is known for his frequent use of film and pop culture, his huge range of philosophical and literary references, and his obscene jokes – all packaged in overarching metaphors involving something like a rollercoaster (or in one particularly bizarre case, a mulcher). The Parallax View includes all of these things: extended riffs on the Matrix trilogy, a section on Henry James’ prose style, a Hegelian approach to sexual positions, a highly questionable analysis of anti-Semitism and a wide array of other digressions, often brilliant, sometimes plodding, with varying degrees of relevance to the topic at hand. More significantly, however, The Parallax View consolidates Zizek’s work as a whole and decisively moves it forward.

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Die folgenden 3 Zitate, das erste von Lacan (in dem er über die Lamelle spricht), die beiden anderen von Zizek … beschäftigen sich mit der Libido die nur existieren und funktionieren kann, weil das Subjekt von einem grundlegenden Mangel durchzogen ist. Dadurch, dass wir kein unerschöpfliches Quantum an psychophysischer Glückseeligkeit besitzen, existiert die Libido , jene Kraft die uns immer wieder versuchen läßt den Mangel (an ultimativem Genuß) zu überwinden.
Libido ist Abwesenheit.
Ausserdem geht es um Körperlichkeit bzw. um die Abwesenheit von wahrer Körperlichkeit … Körperlichkeit war immer nur ein Produkt unserer Imagination … es gibt keine Körperlichkeit die wir getrennt von unserem Denken wahrnehmen … unsere Körperlichkeit ist unsere Wahrnehmung von Körperlichkeit und als solche nur eine Imagination

(was nicht heißen soll,dass Imaginationen nicht real sein könn(t)en … :-) ) .

Hier schreibt Lacan über die Lamelle:

„Stellen sie sich einen Augenblick lang vor, daß, immer wenn die Membrane des Eies brechen, woraus der Fötus, im Begriff ein Neugeborenes zu werden, hervorgeht, auch etwas ausfliegt, was mit einem Ei ebensogut herzustellen ist  wie ein Mensch: die hommelette oder eben die Lamelle:

Diese Lamelle ist etwas Extraflaches, das sich fortbewegt, fortschiebt  wie eine Amöbe. Nur ein wenig komplizierter. Sie kommt überall durch. Und da es etwas ist – warum , werde ich ihnen gleich sagen – das sich auf das bezieht, was ein geschlechtliches Wesen in der Geschlechtlichkeit verliert, ist es, nicht anders als die Amöbe, im Vergleich zu den geschlechtlichen Wesen, unsterblich.Es überlebt jede Spalltung und jeden teilenden Eingriff. Und es läuft.

Das kling nicht gerade beruhigend, stellen sie sich vor, es kröche ihnen über das Gesicht während sie friedlich schlafen…

Ich sehe nicht, wie wir mit einem Wesen von solchen Eigenschaften nicht kämpfen sollten. Bequem allerdings dürfte dieser Kampf nicht sein. Diese Lamelle, dies Organ, zu dessen Eigenschaften auch zu rechnen ist, daß es nicht existiert, das aber trotzdem ein Organ ist – zu seiner Stellung innerhalb der Zoologie wäre einiges zu sagen – ist die Libido.

Es ist die Libido als reiner Lebensinstinkt, das heißt als Instinkt des unsterblichen, nicht unterdrückbaren Lebens, des Lebens, das seinerseits keines Organs bedrf, des vereinfachten unzerstörbaren Lebens. Es ist das, was den Lebewesen entzogen ist, weil sie dem Kreisluf der geschlechtlichen Reproduktion unterworfen sind. Dies ist der Grund, weshalb es der Representanten, der Äquivalente bedarf, und all der Gestallten des „Objekts (klein)  a“, die hier aufzuzählen wären.

Lacan , „vier Grundbegriffe “ S.207 ( Ztiert aus „Slavoj Zizek – Lacan – eine Einführung “ Fischer Verlag  )

•••

Hier geht Zizek auf das ein, was Lacan über die Lamelle sagt:

„… Dieses Reale ist für Lacan dasjeneige Reale, das ins innerste Zentrum der menschlichen Sexualität eingeschrieben ist: “ Es gibt kein Geschlechterverhältnis“  [Zitat von Lacan]. Die menschliche Sexualität ist von einem irreduziblen Scheitern gekennzeichnet, die sexuelle Differenz [im Sinne von Unterschied] ist der Antagonismus der zwei sexuellen Positionen, die keinen gemeinsamen Nenner haben; Genuß kann nur vor dem Hintergrund eines fundamentalen Verlusts gewonnen werden.  Der Mythos der Lamelle stellt die phantasmatische Wesenheit dar, die dem einen Körper verleiht, was ein lebendiges Wesen verliert, wenn es in die (symbolisch regulierte) Herrschaft der sexuellen Differenz eintritt.

Da einer der freudschen Begriffe für diesen Verlust „Kastration“ ist, kann man daher ebenfalls sagen, dass die Lamelle eine Art positive Kehrseite der Kastration ist: der nicht-kastrierte Rest, das unzerstörbare Partialobjekt, abgetrennt vom lebendigen Körper, der in der sexuellen Differenz gefangen ist. „

Slavoj Zizek „Lacan , eine Einführung “ S. 90.

•••

Zizek über den Cyberspace und Körperlichkeit :

„Doch die ultimative Lektion des Cyberspace ist eine noch radikalere: Nicht nur
verlieren wir unseren unmittelbaren materiellen Körper, sondern wir erfahren
auch, daß ein solcher Körper nie existiert hat: Unsere körperliche Selbsterfah-
rung war immer schon die einer imaginären konstituierten Entität. Gegen Ende
seines Lebens räumte Heidegger ein, daß das »Leibproblem« für die Philosophie
»das schwierigste Problem« sei: »Das Leibliche am Menschen ist nicht etwas
Animalisches. Die damit zusammenhängenden Verstehensweisen sind etwas,
was die bisherige Metaphysik noch nicht berührt hat.«94 Man ist versucht, die
Hypothese zu wagen, daß die psychoanalytische Theorie diese entscheidende
Frage als erste aufgegriffen hat. Ist nicht der Freudsche erotisierte Körper, der
von der Libido aufrechterhalten und um erogene Zonen herum organisiert ist,
eben jener nicht-animalische, nicht-biologische Körper? Ist nicht dies (und nicht
der animalistische) Körper der eigentliche Gegenstand der Psychoanalyse? „

Slavoj Zizek in „die Gnadenlose Liebe“ , Suhrkamp

•••

Wenn das keine Lamelle ist (Screenshot aus dem Film „Existenz“ ) :

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Auch wenn etwas weit hergeholt, dieser Meeresbewohner erinnert mich auch irgendwie an die Lamelle :

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Diesen Lustigen Freund, könnte man als antropomorphe Lamelle betrachten :

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Der rosane Glitsch hier, wird, soweit ich das richtig erinnere,  von Zizek auch gerne als sowas wie die „Materie gewordenene  Libido “ angesehen , und damit als eine rosane LamellenSuppe  :

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Ich finde das ist eine wundervolle Lamelle :

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So und jetzt Kaffee :-) !

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Warum sollte der Affe klüger sein als der Mensch?

Im Spiegelstadium bricht das kleine Kind in Jubel aus, wenn es sich im Spiegel erkennt … es verbringt oft lange Zeit damit das eigene Spiegelbild anzustaunen, bricht dabei immer wieder in fröhliches Gelächter aus , spielt sogar „jetzt bin ich weg und jetzt wieder da“ -Spiele mit sich und dem Spiegelbild.

Lacan bemerkt in diesem kontext, eventuell mit einem gewissen ironischen Unterton , dass der Affe, im Gegensatz zum Kinde,  nicht den Fehler machen würde, das Spiegelbild mit sich selbst zu verwechseln … der Affe weiß, dass es sich nur um ein Bild von ihm handelt , „das bin nicht ich, das ist nur ein Bild von mir“ ,  … das Kind jedoch glaubt tatsächlich „sich selbst“ im Spiegel zu sehen … sich selbst zu erfahren – sich zu begegnen.

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„Ich kann die Gestapo jedermann aufs beste empfehlen.“ :-)

Mai 1938, von Freud verfasster Zusatz zu einem Dokument, das Freud vor seiner Ausreise aus Österreich unterschreiben mußte, um zu bescheinigen, daß er nicht mißhandelt wurde, zitiert in „Martha Freud: A Biography“

Speere zu Schimpfworten

Februar 19, 2009

„Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.“

Sigmund Freud

What Was It You Wanted – Bob Dylan

What was it YOU wanted?
Tell me again so I’ll know.
What’s happening in there,
What’s going on in your show.
What was it you wanted,
Could you say it again?
I’ll be back in a minute
You can get it together by then.

What was it you wanted
You can tell me, I’m back,
We can start it all over
Get it back on the track,
You got my attention,
Go ahead, speak.
What was it you wanted
When you were kissing my cheek?

Was there somebody looking
When you give me that kiss
Someone there in the shadows
Someone that I might have missed?
Is there something you needed,
Something I don’t understand.
What was it you wanted,
Do I have it here in my hand?

Whatever you wanted
Slipped out of my mind,
Would you remind me again
If you’d be so kind.
Has the record been breaking,
Did the needle just skip,
Is there somebody waitin’,
Was there a slip of the lip?

What was it you wanted
I ain’t keepin’ score
Are you the same person
That was here before?
Is it something important?
Maybe not.
What was it you wanted?
Tell me again I forgot.

Whatever you wanted
What could it be
Did somebody tell you
That you could get it from me,
Is it something that comes natural
Is it easy to say,
Why do you want it,
Who are you anyway?

Is the scenery changing,
Am I getting it wrong,
Is the whole thing going backwards,
Are they playing our song?
Where were you when it started
Do you want it for free
What was it you wanted
Are you talking to me?

„Ich glaube in der Tat, dass ein großes Stück der mythologischen Weltauffassung, die weit bis in die modernen Religionen hinein reicht, nichts anderes ist als in die Außenwelt projizierte Psychologie. Die dunkle Erkenntnis (sozusagen endopsychische Wahrnehmung) psychischer Faktoren und Verhältnisse des Unbewussten spiegelt sich – es ist schwer, es anders zu sagen, die Analogie mit der Paranoia muss hier zu Hilfe genommen werden – in der Konstruktion einer übersinnlichen Realität, welche von der Wissenschaft in die Psychologie des Unbewussten zurückgewandelt werden soll. Man könnte sich getrauen, die Mythen vom Paradies und Sündenfall, von Gott, vom Guten und Bösen, von der Unsterblichkeit u.dgl. in solcher Weise aufzulösen, die Metaphysik in Metapsychologie umzusetzen“

Sigmund Freud, Zur Psychopathologie des Alltagslebens

„Es ist nicht einfach die Identifizierung mit der Mutter, welche die Wahrnehmung des Kindes glorifiziert, sondern die Indentifizierung mit ihrem Wunsch, ein schönes und intelligentes Baby zu haben. Freud hat das bemerkt und deshalb von „his majesty the baby“ gesprochen. Ein narzisstisches Band webt zwischen Mutter und Kind, auch eine Wechselseitigkeit, in der die gegenseitige Idealisierung das Abgründige des Alleinseins, das sich schon mit dem ersten Schrei manifestiert hat, vergessen lässt.“

Danièle Eggenschwiler ( Quelle: http://www.oaza.ch/OazA_Spiegelung.html)

Neuigkeiten

Februar 13, 2009

Habe Audiobeiträge der philosphischen Audiothek und Links auf der Seite „Links&Audio“ hinzugefügt !

Lese zur Zeit die Einführung in Jaques Lacan von Kai Hammermeister … bisher sehr empfehlenswert.

Wußte gar nicht , dass Lacan sich neben dem Zen-Buddhismus, dessen nicht konzeptuelle, nicht begriffliche Erleuchtungserfahrung er vergleichend in Beziehung setzt zum Durchbruchserlebnis des Psychoanalyse-Patienten, auch sehr für die japanische Teezeremonie begeistert hat. Er hatte sogar vor ein Haus im japanischen Stil auf dem Grundstück seines Landsitzes zu errichten um dort in authentischer Umgebung die Teezeremonie zu studieren – warum es nie dzu kam bleibt unklar.

Mit seinem Freund F. Chung begann er ende der sechziger Jahre damit das „Tao te King “ von Laotse zu übersetzen und zu interpretieren.

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„Ich identifiziere mich in der Sprache, aber nur indem ich mich dabei in ihr wie ein Objekt verliere. Was sich in meiner Geschichte verwirklicht ist nicht die abgeschloßene Vergangenheit dessen, was war, weil es nicht mehr ist, auch nicht das Perfekt dessen, der in dem gewesen ist, was ich bin , sondern das zweite Futur dessen, was ich für das werde gewesen sein, was zu werden ich im Begriff stehe. “

Lacan

Die Alltagspsychologie des Marmorbretts ! ! !

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Das ist Jacques Lacan

Januar 25, 2009

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Besondere Empfehlung !

Januar 24, 2009

“ The Lacan Hour (part one)  “

ZU SPÄßEN AUFGELEGTE AMERIKANISCHE  STUDENTEN ERKLÄREN, ÄUßERST UNTERHALTSAM, LACAN !!!

EIN MUST SEE !

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Zwei Zitate = ein Zitat ?

Januar 18, 2009

Kaffee & Das Ding ohne sein Wesen –   nach Zizek

„Die virtuelle Realität bietet uns eine um ihre Substanz beraubte Realität, d.h. eine Realität ohne den widerständigen harten Kern des Realen. So wie entkoffeinierter Kaffee genau so duftet und riecht wie echter Kaffee, ohne doch echter Kaffee zu sein, erleben wir die virtuelle Realität, ohne dass sie wirklich ist. Und zwischen meiner faszinierenden Bildschirmidentität und dem jämmerlichen Fleisch, das ich tatsächlich bin, öffnet sich eine düstere Kluft.“

nach Slavoj Zizek (2002) (Quelle, Blog :http://metamaschine.twoday.net/)

Kaffee & Das Ding ohne sein Wesen – Original,  Zizek

„Man kann es ironisch fassen: In allen Bereichen haben wir zunehmend das Ding ohne sein Wesen. Wir haben Bier ohne Alkohol, Kaffee ohne Koffein, virtuellen Sex ohne Sex. Nun haben wir auch virtuelle Wirklichkeit: Realität ohne Realität, gänzlich reguliert und dinghaft. Aber die Sache hat eine Kehrseite: In unserem Universum toter Konventionen muss die einzige wirklich authentische Erfahrung ein äußerst gewaltsames, erschütterndes Erlebnis sein. Dann haben wir das Empfinden, wieder im wirklichen Leben angekommen zu sein.“

Slavoj Zizek

Was passiert wenn man sich auf einem Foto sieht?

(nächtlicher Blödsinn )

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„Ein Bild ist nicht zu verwechseln mit einer Sache, die man berühren kann. Können Sie meine Pfeife stopfen? Natürlich nicht! Sie ist nur eine Darstellung. Hätte ich auf mein Bild geschrieben, dies ist eine Pfeife, so hätte ich gelogen. Das Abbild einer Marmeladenschnitte ist ganz gewiss nichts Essbares.“

– René Magritte

DA hat der gute alte Rene natürlich vollkommen recht ,

denn der etwas verbogen aussehende junge Mann dort auf dem Foto , das bin nicht ich. Ich sitze nämlich gerade, mitten in der Nacht, na ja, halb eins, an meinem Schreibtisch und sortiere Daten auf alten 4 Festplatten hin und her … eigentlich hab ich auch grad gar keine Muße für schwere Gedanken über Lacan und seine Homies … aber als ich dieses Bild von mir … entschuldigung … von „nicht mir“ gefunden habe, konnte ich einfach nicht wiederstehen.

Nun gut, die Muße kommt beim Schreiben …  !“! Was bedeutet es also sich selbst auf einem Foto zu sehen ?

Einer der wenigen Körperteile die wir an uns selbst nicht ohne Spiegel betrachten können, ist der Kopf  (neben Rücken , aRsch, und Hals … was für ein Gefühl, ich drehe jetzt gerade meinen Kopf hin und her und mir wird wirklich klar , dass es keine Chance gibt … ohne Hilfsmittel … meinen Hals zu sehen … erinnnert mich an diese Kifferspiele von früher … „ey Digger kannst DU eigentlich deinen Hals sehen ?! “ :-)  ) … äh Faden verloren … ach ja  :

Wir sehen unser Gesicht nie ohne Vermittlung durch Spiegel, Bild oder Video ~ in dem Moment in dem wir also „unser eigenes“ Gesicht irgendwo sehen, bekommen wir etwas , was wir eigentlich permanent haben wollen … Eine Pfeife ? … NEIN ! keine Pfeife man … wir bekommen durch den Blick auf unser Gesicht das Gefühl zu wissen … nicht WER wir sind  - sonder WIE wir sind ! Und dieses Wissen ,  das Wissen darüber WIE wir sind, ist sehr wertvoll , denn es hilft uns unsere Präsens so effektiv wie möglch einzusetzen um das zu bekommen , was wir alle wollen : Genuß.

Zum Beispiel : Wir begegnen einem alten Bekannten und merken , dass dieser das Gefühl hat uns wunderbar zu amüsieren … er erzählt jedoch nur langweiliges Zeug aus seiner Kindheit und über seinen Vater … wir beschließen also es ihm durch kleine Winke zu signalisieren und siehe da: Er reagiert nicht,  scheint weiterhin das Gefühl zu haben uns ausgezeichnet zu amüsieren.

WAS passiert dabei aber  mit unserer EGO-Verwaltung, mit uns selbst, mit unseren Wünschen und Ängsten  !?!

Richtig : Wir übertragen > Wir haben Angst, dass auch uns das einmal passieren könnte … Auch wir könnten ja einmal  nicht wissen WIE wir wirken. Es passiert oft, dass Menschen mit dem was sie tun, genau das Gegenteil von dem erreichen was sie eigentlich beabsichtigt haben – warum ? > Weil es ihnen an Informationen mangelt !

Wenn einer eine Bank ausraubt und erwischt wird, oder einen Witz erzählt über den niemand lacht, oder eine Information mitteilt die niemanden erfreut … immer ist das eine Wirkung dieses Nicht-Wissens.

Die Befürchtung das Gewollte nicht zu erreichen begleitet und ständig und wir sammeln andauernd  Informationen um dieser Befürchtung entgegenzuwirken .

Nahezu jede  Ungewissheit, alles was wir nicht wissen, stört uns, wir wollen , alles wissen , totale Kontrolle! Oder etwa nicht ? > Wir wollen die Radikalität der im Imaginären erhofften und/oder sogar schon in gewissen Momenten gespührten Freiheit ! Daher müßen wir rauskriegen WIE und damit zwingend auch WER wir sind .

Ich glaube, dass wir  in  Momenten in denen wir uns sehen,  in einem Video oder auf einem Foto,  wir hauptsächlich  Informationen sammeln,  darüber WIE wir (FÜR DEN ANDEREN) wirken können .

Wir springen quasi in die Perspektive des Anderen (siehe Lacan : der große Andere) und das beruhigt unsere Angst (oder vergrößert sie , wenn es ein schlechtes Foto ist :-) )

_Zumindest ist das mal ne Idee ;-)

Fractal-Taoismus

Fractal Eternal Wheel – Still need drugs?

Althruismus = Egoismus ?

Januar 16, 2009

„Der gesunde und sich selbst verwirklichende Mensch erlebt Glück dann, wenn er anderen etwas geben kann. Insofern kann man die Selbstlosigkeit als eine Form von indirektem Egoismus bezeichnen.“ – Stephan Lermer (1949 – ), Psychotherapeut und Schriftsteller

antropologos

Hi !

Januar 16, 2009

Hi und herzlich willkommen auf meinem Blog.

Diese Seite dokumentiert meine Beschäftigung mit Freud, Lacan und Slavoi Zizek!

Wenig Zeit > EspressoParallaxe

Lange Rede langer Sinn > KaffeePrallaxe

NoChaos > Hier geht es um klares Verständnis

Bilder – no comment > Nur Bilder

Videos – no comment > Nur Videos

Quotes – no comment > Nur Zitate

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„I’m tired of the old shit – let the new shit begin.“

Oder : „Warum Neo in Wahrheit keine Wahl hat“

Ja,

es ist nicht Neo der hier, auf dem Bild,  in der, im eigentlichen Sinne, Schlüßelszene von „Matrix“ , gleich von Morpheus die alles entscheidende Frage gestellt bekommen wird:

„You take the blue pill, the story ends… you wake up in your bed and believe whatever you want to believe. You take the red pill, you stay in wonderlandand I’ll show you how deep the rabbit hole goes.“

„Schluckst du die blaue Pille, ist alles aus, du wachst in deinem Bett auf und glaubst an das, was du glauben willst. Schluckst du die rote Kapsel, bleibst du im Wunderland und ich führe dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus!“

(Morpheus in The Matrix)

Es ist Slavoi Zizek … und anstatt wie Neo leicht apathisch zur roten Pille zu greifen , was für diesen nur das Ende der einen und den Beginn einer neuen  Illusion bedeutet, legt es der Professor  für Philosophie  und Kulturkritiker auf einen Akt an :

„No, i want a third pill!“

ist seine Antwort, wie er es in seinem Film, „a perverts guide to the cinema“ formuliert,  und er beweist damit nicht nur  theoretisch eine erfrischende Schlagfertigkeit.

Durch  die dritte Pille macht er es möglich, die im allgemeinen übliche Leseart von Matrix zu erweitern.

Man sieht diesen Film, was seinen symbolischen Gehalt betrifft, oft als Blaupause  für das in Dualität und Unwissenheit lebende Individuum  und sein schmerzvolles Erwachen hin zu  der Erkenntnis,  „Alles = ICH“ , daß die Realität nur ein Konstrukt seines Geistes ist.

Durch das ins Spiel bringen der dritten Pille erweitert Zizek dieses Verständnis.

Indem wir die Frage , Wahrheit oder Illusion, Fiktion oder Realität, Erwachen oder Unwissenheit ,  in Matrix: rote oder blaue Pille , in dieser Dualität stelllen , weichen wir der Entscheidenden Erkenntnis, nämlich  der Realität der Fiktion selbst aus.

Das ist eingentlich bereits der Punkt.

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Und hier sind wir auch schon bei Zizeks Anwendung der Parallaxe.

Die Parallaxe, ein vergleichsweise sehr einfach zu begreifendes  Phänomen aus der Wissenschaft, dient ihm als Motor  um Aussagen, die sich eigentlich schnell auf den Punkt bringen laßen würden  , wie z.b. „wir begreifen nicht  wirklich die Realität der Fiktion“  , durch ihre permanente philosophische Anwendung mit Hilfe psychoanalytischer Kategorien aufzufächern und damit ungeahnte tiefen, oder nein – eher,  L ü c k e n unseres Denkens nachhaltig und alltagstauglich nicht nur erkennbar sondern erfahrbar zu machen.

[   Exkurs Parallaxe an sich :

Wiki: "Als Parallaxe (gr. παραλλαγή parallagé „Veränderung“, „Abweichung“) bezeichnet man die scheinbare Änderung der Position eines Objektes, wenn der Beobachter seine eigene Position verschiebt."

Parallaxe bedeutet in der Astronomie : Wenn ich von der Erde auf den Mond schaue , sagen wir ich bin in Texas, Amerika,  sehe ich, dass der Mond an ganz anderen Sternen vorbeizieht als wenn ich zur gleichen Zeit in Hamburg auf den gleichen Mond schaue. Die Sterne ändern sich nicht, der Mond ändert sich nicht ... nur mein Standpunkt ändert sich. ]

Zizeks  parallaktischer Blick ist  eine simple wie  auch geniale gedankliche Operation:

Erstens müßen  zwei Punkte erfasst werden , nennen wir sie x und y, in diesem Fall die rote und die  blaue Pille und das wofür sie zu stehen scheinen :  beschissenes Leben in der Matrix (bzw. symbolisch : Leben in Illusion, x) und noch beschisseneres Leben außerhalb von ihr (bzw. symbolisch : Leben in mit der Erkenntnis der Wahrheit, y).

Zweitens müßen zwei (oder mehr?!)   Refferenzpunkte erkannt werden deren Verhältnis zueinander sich, bei Bewegung auf der Achse zwischen den ersten zwei Punkten, zu verändern scheint. Bei der astronomischen Parallaxe sind das, klein a,  der Mond,  dessen räumliches Verhältnis  zu, groß A, den Sternen  sich zu verändern scheint.

Hier, bei MAtrix, sind es klein a, Neos Wunsch nach der best möglichen Lebenssituation in der er für andere und sich den größt möglichen Nutzen und die größt mögliche Authentizität erlangt und der zweite Referrenzpunkt ist  groß A , die Matrix selbst.

Dann läßt Zizek  sein inneres Auge , den Standpunkt des Subjekts,   auf der Axe zwischen x  und y , hin und her gleiten , was in der Praxis bedeutet, dass er dauerhaft und vor allen dingen paradox hinterfragt, und immer wieder die sich uns als „etwas“ darbietenden Kategorieren durch Verschiebung gegen sich selbst & in sich selbst auflöst oder in ihr Gegenteil verkehrt.

Einfach gesagt : In Gedankenspielen überträgt er die  Funktionsweise der physikalischen bzw. astronomischen Paralaxe auf abstrakte Zusammenhänge  .

Die durch dieses Parallaktische Verschiebungsspiel entstandenen SIchtweisen machen auf mich den Eindruck als hätten sie mehr authentizität als die Allgemeinplätze aus denen sie hervorgegangen sind und deren gültigkeit sie transzendieren.

Intressant dabei ist, dass seine Argumente nahezu immer vollkommen konsistent sind und einer inneren Logik zu folgen scheinen, erst dachte ich , diese innere Logik sei in wahrheit nicht vorhanden, doch es gibt sie es ist die Logik der Psychoanalyse nach Lacan.

Insofern, ja, Zizek hat kein großes in sich geschloßenes Philosophisches SYSTEM anzubieten , aber er beherrscht es die Lacans Kategorieren anzuwenden und zwar so erbahrmungslos, dass man sagen muß, wenn Lacan von sich behauptet er hätte Freud besser Verstanden als Freud sich selbst, so versteht Zizek Lacan über Lacan hinaus.

Ich glaube,  dass gerade die Abwesenheit von dem ,  was manche Kritiker bei ihm vermissen , nämlich den großen Gesamtentwurf, das in sich geschloßene philosophische Konstrukt, seine größte Stärke ausmacht , denn, wie Zizek im unten zu findenden Video sagt „there is Nothing“ .

Vielleicht rührt seine rhetorische Selbstsicherheit von von dieser Gewissheit her, dass er keinen Fehler machen kann, er kann nicht den FEhler machen und seinem eigenen System wiedersprechen , da er kein eigenes hat.

Aber, muß man ein, in sich geschloßenes, kompliziertes und  eigenes System haben um ein großer Philosoph zu sein ?

NEIN! - denke ich.

Vielleicht ist es ein wenig so wie mit der Kategorie des „großen Anderen“ ständig scheint man sich auf sie zu beziehen, ohne , dass er, der große Andere,  wirklich existiert, er ist in Wahrheit man selbst, doch diese Gewissheit bleibt nutzlos   und als authentische Erfahrung unerreicht, denn „die Dinge, die anderen Menschen, sie sind und bleiben >dort draußen< ! (?!?)

[Wiki: Der große Andere ist ein Begriff der Lacan'schen Psychoanalyse. Der große Andere („A“) ist im Unterschied zum „kleinen anderen“ (Objekt klein a) ein Konzept der Alterität und Andersheit. Der große Andere ist das Andere des Subjekts, das Nicht-Ich, das dieses Subjekt jedoch immer schon strukturiert und ausrichtet. So muss „der Andere als der Ort [verstanden werden], an dem das Ich, das spricht, sich konstituiert.“]

Zurück nun zu Neo, der blauen Pille (old shit) und der roten Pille (Beginning of the new shit) .

Wenn wir einfach nur den Punkt x als festen Punkt x und den Punkt y als festen Punkt y  betrachten gehen uns ein paar Millionen Punkte verloren die auf der Axe x-y und  zurück , y-x  ,  :-)   zu finden sind, deren Existenz (die der millionen Zwischenpunkte)  die solide erscheinende Natur von x und y  unterwandern.

Doch es geht nich hauptsächlich um die Zwischenpunkte, sondern wie wir von ihnen klein a und groß A in neuem Licht betrachten können.

Der Punkt ist auch  nicht, dass Zizek uns in einen Radikalen (New Age) Relativismus der Multioptionalität entführt, ala „alles ist wahr solange du daran glaubst“  sondern, eher, dass er  zu einer Schärfe des Denkens führt , ala „es ist zwar nicht wahr , aber jetzt weiß ich , dass ich noch immer daran glaube“

Aus der  der gleitenden , spiellerrischen   Gradwanderrung zwischen den Paralaxe-Punkten x und y,  ergibt sich   die  Aflösung der festen Einheit dieser  Punkte selbst,  sowie auch dadurch   die  von ihnen aus beobachteten Objekte (a und A)  , die ja sozusagen  durch die Punkte überhaupt strukturalisiert   werden.

Nicht aber die Punkte x und y und die Objekte klein a und groß A lösen sich auf, sondern nur ihre  feste Einheit.

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Nun aber zu den Objekten  die wir gewöhnlich von Standpunkt x oder y beobachten, nie aber uns die millionen von Zwischenpunkten vor Augen führen :

Auf der konkreten Ebene in unserem Beispiel  ist die  Matrix  in ihrer  Omnipräsens,  das ständig anwesende, alles in sich, auf sich und  durch sich prägende,   große Bezugsobjekt des Subjekts, tatsächlich das was Lacan den „großen Anderen “ nennt , groß A.    Neos Wille , besser die Objekte, die Neo begehrt, nämlich   die Erkenntnis der Wahrheit und die Möglichkeit  authetnisch zu  Helfen (nämlich der gesamten Menschheit im Kampf gegen die Matrix),   sind klein a.

(Noch mal im Vergleich zu astronomischen Parallaxe : klein a, der Mond , groß A, die Sterne)

Im Film ist die Matrix der große Andere , auf der symbolischen Ebene steht die Matrix  stellvertretend für den  großen Anderen.

[Noch mal Wiki: Der große Andere ist das Andere des Subjekts, das Nicht-Ich, das dieses Subjekt jedoch immer schon strukturiert und ausrichtet. So muss „der Andere als der Ort [verstanden werden], an dem das Ich, das spricht, sich konstituiert.]

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Der große Andere ist eine Kategorie, die eine Dimension unseres Seins beschreibt, auf die wir uns permanent beziehen müßen, zu der wir uns immer in Relation betrachten müßen, als Grundvorraussetzung des Existierens in Raum und Zeit UND die wir in ihrer Natur als Teil von uns , leugnen.

Es ist also eine grundsätzliche Eigenschaft der Dimension des   „großen Anderen „, dass sie permanent vom Individuum selbst,  gleichzeitig in seiner Natur als vom Selbst erschaffen geleugnet  und kreiert wird.

Natürlich leugnet es niemand , dass andere Dinge und Menschen existieren , geleugnet wird , dass sie in Wahrheit nicht aus sich herraus existieren.

Ein „großer Anderer“ der , in seiner Natur als von uns selbst erzeugt, nicht geleugnet wird, ist nicht der große Andere, denn als etwas erkannt das wir selbst kreieren, könnte  er nicht seine ultimative Funktion erfüllen, nämlich das überhaupt erst ermöglichen der Erfahrung von von uns verschiedenen Objekten.

Wir leugnen , dass wir selbst dieser große Andere sind  -  und das ist das natürlichste überhaupt; man stelle sich vor ein TIger rennt auf einen zu und möchte einen auffreßen , und man fängt an zu denken “ dieser Tiger dort, er ist ja nur durch meine vermeintliche Annahme des großen ANderen existent, ich bin der Tiger bla bla bla … haps“ .

Würde das Individuum den großen Anderen als von sich selbst hervorgebrachte Dimension der Möglichkeit nicht konstant leugnen  gäbe es keinen „großen Anderen!“

[Um Missverständnisse zu vermeiden : Das Individuum leugnet nicht den großen Anderen als Realität , nicht die Tatsache, dass es dort draußen Blumen, Tiger und andere Menschen gibt, sondern es leugnet die Tatsache, dass  es  selbst der Ort der Kreation des großen Anderen ist ...dass es selbst ihn als Kategorie permanent möglich macht . Die Leugnung des Bereichs in dem man den großen  Anderen konstruiert als Teil des eigenen Selbst = der große Andere selbst. ]

Durch unkritisches Übernehmen der aus der Dimension des großen Anderen geborenen Kategorieen  nehmen wir x und y, oder besser die mit diesen Punkten verbundenen Sichtweisen  von klein a und groß  A  als scheinbar absolutes und fixes Dualitätenpaar wahr,  ohne zu erkennen, daß gerade diese Wahrnehmung der Kategorieren x und y  als fix und scheinabr absolut, eine durch die Relativität unseres Blickes auf A und a konstituierte  Illusion ist – man denke an eine akustische Rückkopplung.

Dieser Gedanke schafft eine paradoxe logische Schleife, die auf dramatische Art und Weise wahr ist.

Durch die Bewegung auf der Axe a/b entsteht also die Auflösung beider Kategorien , die  auf diese Weise diverse Probleme als Scheinprobleme , Fakes und logische Ungenauigkeiten offenbart.

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Es ist wie ein Dj, der immer wieder zwischen punkt x und y hin und her scratcht bis er  erkennt, dass die im Scratchen freiwerdende Melodie eine , musikalisch gesehen , größere Vielfalt und im übertragenen Sinne , Wahrheit,  besitzt als der normal von x nach y ablaufende Sample. (!?!)

Nach betrachten dieses Bildes, vermeintlich das Bild eines Allien,  sich einfach nur mit Möglichkeit x, dieses Foto ist Authentisch und Möglichkeit y es ist nicht authentisch ausseinanderzusetzen und dabei den entscheidenden Punkt aus dem Auge zu verlieren: Es ist bereits, hier und jetzt  für das Individuum eine reale Gegebenheit – ganz gleich ob es authentisch ist oder nicht – das bedeutet nicht für die schlichte Schönheit des parallaktischen Denkens offen zu sein.(!?! = obwohl ich das selber geschrieben weiß ich gar nicht recht ob ich das so noch unterschreiben würde … ich laße das einfach mal so stehen.)

Außerdem  offenbart es, selbst wenn es , wie wir es annehmen, nicht echt ist, die Tatsache , daß jemand sich enorm viel Mühe gemacht hat , es authentisch aussehen zu lassen …  > wie mit der Schallplatte, gäbe es diverse Möglichkeiten sich mit diesem Bild zu beschäftigen , über die eindimensionalität der Frage „ist es echt oder ein Fake?“ hinaus.  (!?!)

Um noch ein Beispiel anzuführen: Es ist eines in Hamburg auf ein Dach zu steigen und ein Foto vom Mond zu machen, dann sich nach Texas beamen zu lassen um dort ein weiteres Foto vom Mond zu machen und dann die beiden Fotos zu vergleichen und festzustellen , dass der Mond jedes mal von anderen Sternen umgeben zu sein scheint … es ist ein anderes mit einem BootsAuto von Hamburg nach Texas zu fahren und dabei   den Mond und seine sich im Vergleich zu den Sternen verändernde Position  auf Video aufzeichnet  : Dann hat man das Wissen über den Prozess und nicht nur ein einfaches Wissen über das Resultat  .

Ich glaube bei Zizek geht es um Prozesse , nicht um Aussagen.

Etwas was ich von  Zizek glaube gelernt zu haben ist , dass man Wissen nicht rein qualitativ beurteilen sollte sondern , auch wenn es sich nur um eine untergeordnete Kategorie handelt, die Qualität wichtiger ist , immer auch die Quantität der Erkenntnis bedenken sollte, denn gerade duch  Quantität entsteht überhaupt erst die  Möglichkeit für neue Qualität.

Wie in dem Texas Hamburg Beispiel: Es ist eines zu Wissen , dass z.b. bei der Art und Weise wie wir den Mond verschieden in Texas und Hamburg sehen, es sich dabei  nur um das Phänomen Parallaxe handelt und sich in wahrheit bei Mond und Sternen nichts verändert hat…

das kann man leicht -  einfach wissen…

wenn ich aber die oben erwähnte Fahrt  von Hamburg nach Texas durchlebe,  ensteht durch die Quantität der Information … durch das Video, neue Qualität meiner Erfahrung.

Zizek geht es nicht um die Vermittlung von Denksystemen, nicht jedenfals im klassischen Sinne, sondern um deren Kulturtheoretische Anwendung (siehe Nietzsche, hoch verehrt ohne eigenes geschloßenes System)

Das Paralaktische System zu erklären , kann man auf 4 Seiten, eigentlich ist es auch gar kein System, seine kreative Anwendung auf Kultur, Wissenschaft, Kunst und Politik kann Bücher füllen.

[Albernes und überflüßiges  am Rande : ... ich finde man könnte sich Zizek als ein kleines  Kind vorstellen , dass endlos, mit einem kleinen Spielzeugflugzeugbomber in der Hand,  von einer Ecke des Zimmers (x)  zur anderen (y)  fliegt, bzw. rennt. Dabei den am Schreibtisch sitzenden , von den Motorengeräuschen des Kindes genervten Vater (klein a) und die sich hinter seinem Kopf befindende Schreibtischlampe (groß A)  , beobachtet ... mal ist die Lampe auf der linken Seite des Kopfes mal auf der rechten seite  (Parallaxe) ... bis der Vater aufspringt ...(- die Lampe (A) scheint sich nun , ohne das Referrenzobjekt , den Kopf des Vaters (klein a ) nicht mehr zu bewegen, obwohl er weiter von x nach y rennt -) und dem kleinen Zizek den Flieger wegnimmt, dieser ist traurig und beschließt  seinem Vater eine Lektion zu erteilen und entwickelt als 5 -Jähriger erste Gedanken über das Parallaktische denken ... na ja, völliger Blödsinn,  Spaß beiseite...]

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ABER … was ist nun die Bedeutung der dritten Pille , worum geht es in Matrix wirklich?!

Es geht hier auf gar keinen Fall um die übliche Leseart ,  Realität oder Illusion, denn , versuchen wir die Realität von jeglicher Fiktion zu befreien,versuchen wir sie runterzurechnen auf ihre reine Wahrheit, ihr eigentliches und naktes sein an sich,  nehmen wir der Realität die Realität und es bleibt nichts.

Anders gesagt: Du kannst dem shit nicht entfliehen, du kannst nur den alten shit hinter dir laßen und den neuen shit (sich)  beginnen laßen.

Nehmen wir ihr der Realität die symbolischen Fiktionen,  die unsere Art sie  wahrzunehmen strukturalisieren und regulieren,  verlieren wir die Realität selbst!

Wenn unser Leben nur aus Shit bestehen würde  und wir den Shit wegnehmen wollten, würden  wir uns unser Leben als ganzes  wegnehmen . (oder so ähnlich)

Wir haben nur die Möglichkeit auf dem alten shit aufzubauen hin zu neuem shit.

Die dritte Pille ist keine art transzendente Pille,   die eine pseudo-religiöse fastfood-Erfahrung möglicht macht sondern die es ermöglichen würde, nicht die geheimnisvolle Wirklichkeit/Wahrheit hinter der Illusion, hinter  unserer Realität,  zu sehen -

sondern die  es mir erlaubt die Wahrheit in der Illusion selbst zu begreifen/zu sehen.

(Anmerkung: Form ist Leere , Leere ist Form)

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Am Anfang von “ a perverts guide to the the cinema“ , (der hiermit  jedem,  der der  englischen Sprache ein wenig kundig ist, empfohlen sei) sagt

Zizek:

„Das Problem ist nicht  , sind unsere Bedürfnisse befriedigt oder nicht

[hier die für  Zizek typische,  einleitende Negation; eine Abgrenzung von einer  allgemein akzeptierten Annahme  ]

sondern das Problem ist: wie können wir überhaupt  wissen wonach wir verlangen .

„Das Kino gibt uns nicht was wir Verlangen sondern  es sagt uns WIE wir verlangen sollen. „

Slavoi Zizek, in „a perverts guide to the cinema“

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Hier noch ein wundervoller Songtext …

„Old Shit / New Shit“ -Eels – Lyrics

Everyone loves you
Nobody cares
An awful collection
Of enemies and friends
Congratulations to you
With sad regrets
I’m tired of the old shit
Let the new shit begin

The psychic pain
Of living in this world
Is overwhelming me
Again and again
A beautiful afternoon
Inside you in your bed
I’m tired of the old shit
Let the new shit begin

Nobody loves you
Everyone cares
None of them know what’s
Coming ’round the bend
Congratulations to me
Many happy returns
I’m tired of the old shit
Let the new shit begin

Zizek über das Universum und Liebe

Tauben im Park

Lacan über das Unbewusste

Stumme Bilder von Freud